Einführung


Diese Seite will eine Übersicht über ausgesuchte Dokumentarfilme im Internet geben, eine Orientierungshilfe für Quellen unabhängiger Hintergrundinformation bieten und sich am Austausch beteiligen, wie den drängenden Themen unserer Zeit begegnet werden könnte.

Zugang zu unabhängiger und sachlich vollständiger Information ist heute kostbar. Der überwiegende Teil der Weltbevölkerung lebt diesbezüglich wissentlich, meist jedoch unwissentlich in grosser Unfreiheit – freie Meinungsbildung und -äusserung werden massenmedial manipuliert und vielfach gezielt gewaltsam verhindert.

Im Internet muss man zwar die Spreu vom Weizen trennen, sich eben selbständig aktiv eine eigene Meinung bilden – aber die Verfügbarkeit und Vielfalt von kritischer Information besticht, zumindest in den Teilen der Erde, wo die Internetzensur nicht greift.

Angesichts der dunklen Zeichen der Zeit und im Bewusstsein der Mitverantwortung jedes Einzelnen, auch für Geschehnisse fernab seines Aufenthaltsortes auf der Erde, sind heute persönliche kreative vernetzte Initiativen, die über Selbstverwirklichung und Pflege der alltäglich nachbarschaftlichen Freundlichkeit hinausgehen, notwendiger denn je.

„Ja, was kann ich da schon tun?“. Das ist eine gute Frage, die nicht so schnell wieder verblassen sollte, wollen wir nicht immer wieder zu schweigenden Mitwissern und Mitläufern verkommen. Diese Gefahr wird auch durch die besten Dokumentarfilme nicht gebannt, vor allem dann, wenn sie mit der Haltung „hab’s ja schon längst gewusst“ konsumiert – und wieder vergessen werden.

Warum tun wir nichts?

  • nur teilweise Kenntnis oder schlicht Unkenntnis der Sachlage
  • Das Leid und seine Hintergründe macht uns nicht betroffen, erscheint uns als irreal
    Grundmotiv: „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“ – Christian Morgenstern
  • Opportunismus (die „Solange in meinem Gärtchen…“ – Kurzsichtigkeit)
  • lähmende Ratlosigkeit, Ohnmachtsgefühle und Angst
  • Repression droht (in weiten Teilen unserer Welt ein Hauptgrund, Tendenz zunehmend)
  • Wir schrecken vor unseren eigenen Abgründen zurück, deren Spiegelung wir medial miterleben. Wie weit sind wir tatsächlich von den Bösen entfernt, sind wir ehrlich – wenn wir im Supermarkt die schönsten Äpfel herauspicken („die nächsten können die fleckigen haben“), das beste Angebot ergattern („keine Ahnung, wie der Preis zustandegekommen ist“) oder unsere ganz persönlichen Interessen durchsetzen („mein Job, meine Frau, mein …“). Schnell weiterzappen und unser Gutmensch-Image wenigstens vor uns selbst bewahren.

Erst wenn wir herausfinden, wo wir mitschuldig sind, finden wir heraus, was wir zur Heilung beitragen können. Der Ruf an jeden einzelnen von uns, den Misständen aktiv zu begegnen, wird immer drängender, Aktivität ist gefragt, Kontemplation alleine reicht nicht. Erweitert sich unsere Mitschuld nicht noch durch das, was wir unterlassen?

Das Erringen eines tiefgehenden Verständnisses und dem daraus entspringenden Mitgefühl für die Täter bildet eine Grundlage für Impulse, die nicht reflexartig das Gute in der Art und Weise des Bösen durchsetzen wollen (Goethe: „das Was bedenke, mehr bedenke wie!“). Wir, die sich auf der Seite des Guten wähnen, nähren das Übel, das wir anklagen, werden selbst abhängig von unseren Feind-Bildern und zementieren sie. Leicht gesagt und schwer getan, zu handeln beginnen – bei sich zu beginnen aber nicht dort aufzuhören. Mut!


    „Die Wahrheit setzt sich nicht durch. Sie scheint durch, klingt durch.
    Aber sie setzt sich nie durch.“
    Hugo Kükelhaus


    Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
    Sind Schlüssel aller Kreaturen,
    Wenn die, so singen oder küssen,
    Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
    Wenn sich die Welt ins freie Leben
    Und in die Welt wird zurückbegeben,
    Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
    Zu echter Klarheit wieder gatten,
    Und man in Märchen und Gedichten
    Erkennt die ew‘gen Weltgeschichten,
    Dann fliegt vor einem geheimen Wort
    Das ganze verkehrte Wesen fort.
    Novalis


    An einen Weltverbesserer
    »Alles opfert‘ ich hin,« sprichst du, »der Menschheit zu helfen;
    Eitel war der Erfolg, Haß und Verfolgung der Lohn.« –
    Soll ich dir sagen, Freund, wie ich mit Menschen es halte?
    Traue dem Spruche! Noch nie hat mich der Führer getäuscht.
    Von der Menschheit – du kannst von ihr nie groß genug denken;
    Wie du im Busen sie trägst, prägst du in Taten sie aus.
    Auch dem Menschen, der dir im engen Leben begegnet,
    Reich‘ ihm, wenn er sie mag, freundlich die helfende Hand.
    Nur für Regen und Tau und fürs Wohl der Menschengeschlechter
    Laß du den Himmel, Freund, sorgen, wie gestern, so heut.

    Friedrich Schiller

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Eine Antwort

  1. Hallo,

    ich bin zum ersten Mal hier und bin von deiner Grundhaltung begeistert, ich danke dir für dein Engagement, deine Offenheit und deinen Mut, wirklich tief in die Verletzungen und Sehnsüchte unserer Erde zu blicken.

    Ich habe mir erlaubt, dich in meinem Blog zu zitieren und freue mich auf eine Vernetzung – ich lade dich auch herzlich in meinen Blog ein, der ähnliche Intentionen auf einer persönlicheren Ebene sucht zu verwirklichen: nämlich gegenseitige Empathie, Liebe und verständnisvolles Eingehen auf Widersprüche zu fördern. Und dabei heißt es natürlich, an einem selbst zu arbeiten, denn das einzige Leben, das wir wirklich retten können, ist unser eigenes – und das ist schon eine große Lebensaufgabe.

    Viel Kraft für deine weiteren Schritte wünscht dir

    Christian

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